Vitametik Blog

Schwer zu tragen? – Das verrät unsere Körperhaltung über uns

Ich schleppe so viel mit mir herum! Es liegt eine Last auf meinen Schultern! Ständig muss ich buckeln! Ich gehe bald in die Knie! Du kommst schon wieder auf die Füße! Kopf hoch! Lass Dich nicht runterziehen!

Unsere Bildsprache ist eindeutig, wenn es um den Ausdruck unserer Emotionen geht. Doch ist es unsere Körpersprache auch?

Es gibt zahlreiche Untersuchungen von Psychologen, Medizinern oder Profilern, die sich mit unserer Körpersprache und Körperhaltung auseinandergesetzt haben. In einem sind sich alle einig: Ein geschulter Blick kann aus unserem Verhalten und der physischen Erscheinung viel über unseren Seelenzustand ablesen.

Bereits die Hände geben Aufschluss über Vieles. Reiben, Wischen, Knibbeln und Daumen verstecken spricht für Unruhe und Unsicherheit. Durch Stress werden die Handflächen stärker durchblutet und feucht vom Schweiß. Es ist unser natürliches Bedürfnis, die Hände trocknen zu wollen. Also kommt eine Körpersprache in Gang, die unsere momentane Unruhe verrät.

Plagt uns ein schlechtes Gewissen, wandern die Hände in Richtung Hals. Eine typisch männliche Geste ist dabei das Nackenreiben, während Frauen sich häufig die Kehle bzw. die Linie der Schlüsselbeine betasten.

Spontane Freude zieht uns im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Der Körper spannt sich, der Kopf streckt sich nach oben, Arme und Hände öffnen sich. Bei kleinen Kindern beobachten wir häufig sogar aufgeregtes Hüpfen und den Zehenspitzengang.

Doch nicht nur akute Gefühle, sondern auch eine positive oder negative Grundhaltung oder dauerhafte seelische Probleme zeichnen sich früher oder später an unserer Körperhaltung ab. Nacken- oder Rückenprobleme sind häufig durch langfristigen Stress, Trauer oder Niedergeschlagenheit bedingt. Wenn uns psychische Probleme die Energie rauben, lässt die Körperspannung nach, der Rücken wird rund und der Kopf neigt sich. Das wiederum führt schnell zu Verspannungen und Schmerzen.

Jetzt die gute Nachricht: Unsere Stimmung bedingt nicht nur unsere Körpersprache, sondern wir können auch mit unserer Körpersprache unsere Stimmung beeinflussen. So hilft es depressiven Menschen nachweislich, die Lachmuskeln im Gesicht zu stimulieren. Körperliche Bewegung, Muskelaufbau und ein bewusst aufrechter Gang mit erhobenem Kopf fördern unser Selbstvertrauen und ermöglichen uns sogar ein sichereres Auftreten gegenüber anderen.

Aus der Floskel wird ein echter Lebensrat: Kopf hoch! Wir sollten das wörtlich nehmen, wenn’s mal wieder nicht so richtig läuft.

Wenn’s heiß hergeht – Tipps für einen angenehmen Sommer

Wir haben es uns ja die ganze Zeit gewünscht! Einen richtig schönen Sommer mit allem, was dazugehört. Und nun stehen wir da und fühlen uns wie Goethes Zauberlehrling: „Die Geister, die ich rief …!“

Wenn der Sommer es so richtig gut mit uns meint, sind wir meist auch schon wieder nicht mehr glücklich mit der Situation. Schwitzen drinnen wie draußen, Dauermüdigkeit, Fliegen, Wespen, Mücken und dann diese Kopfschmerzen verursachende Schwüle!

Gegen viele Tücken des Sommers kann man sich mit wenig Aufwand hervorragend schützen. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengefasst:

  • Auch wenn Sie es sicher wissen – Sonnenschutz ist das A und O im Sommer. Denn ein Sonnenbrand ist für den Körper ein weit größeres Problem als zwei Tage brennende Haut und Hitzegefühl. Die Zellen der Epidermis, also der obersten Hautschicht, werden nachhaltig geschädigt. Die Haut altert schneller und das Hautkrebsrisiko erhöht sich drastisch.
  • Eine Kopfbedeckung beugt dem berüchtigten Sonnenstich vor, denn über den Kopf wird genauso viel Wärme in den Körper aufgenommen wie abgegeben.
  • Wenn es um Sport und Bewegung geht, haben Sie für die Mittagszeit eines richtigen Sonnentages eine Ausrede. Körperliche Anstrengung bei Temperaturen über 30 °C sind besonders Ungeübten nicht zu empfehlen, denn der Körper überhitzt und dehydriert schnell. Auch der Kreislauf meldet Probleme, denn die durch die Wärme erweiterten Blutgefäße lassen den Blutdruck sinken. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel können die Folgen sein. Verlegen Sie also Ihre Sporteinheit oder die Gartenarbeit auf kühlere Tageszeiten.
  • Auch bekannt und trotzdem oft vergessen: Trinken, trinken, trinken! Bei Hitze braucht der Körper Flüssigkeit. Um die steigende Körpertemperatur regulieren zu können, schwitzen wir. Es wird also jede Menge Wasser aus unseren Reserven verbraucht. Werden die Tanks nicht wieder aufgefüllt, zirkuliert das „dicker“ gewordene Blut weniger gut und es geht uns spürbar schlechter.
  • Wer nachts vor Hitze nicht gut schlafen kann, sollte morgens nach einer Viertelstunde kräftigem Stoßlüften Fenster und Rollläden den Tag über verschließen. Lassen Sie gewaschene Kleidung ruhig im Schlafraum trocknen oder hängen Sie ein gut feuchtes Handtuch von innen vor das Fenster. Der Verdunstungsprozess entzieht der Luft Wärme. So können Sie die Raumtemperatur durchaus um 2 – 3 °C senken. Von der Installation von Ventilatoren oder mobilen Klimageräten ist eher abzuraten, denn die sorgen für Zugluft und große Temperaturunterschiede. Beides ist für einen sonnenerwärmten Organismus eher schädlich als förderlich.
  • Zum Schluss die wirklich gute Nachricht: Die Siesta zur Mittagszeit ist nicht nur angenehm und entspannend, sie ist sogar gesund. Die sommerliche Mittagspause, die die Menschen in sonnenverwöhnten Regionen ganz natürlich über Generationen in ihren Tagesablauf eingebaut haben, wurde und wird von uns nordeuropäischen Bleichgesichtern häufig pauschal als etwas träge belächelt. In Wahrheit ist sie die beste Antwort auf die sommerliche Hitze und beugt körperlicher Überhitzung und Überlastung vor.

Also, legen Sie sich mit gutem Gewissen auf die Couch oder setzen Sie sich unter den schattigen Baum vor dem Büro und beobachten Sie für eine Weile ganz in Ruhe, wie es für alle anderen heiß hergeht.

Gelenkschonend bewegen – eine Investition in die Zukunft

Bewegung ist gesund. Das wissen wir. Doch so gut, wie Bewegung für das Herz-Kreislauf-System, die Kondition und das Immunsystem auch ist, gibt es doch Sportarten und Bewegungsformen, die nicht nur positive Auswirkungen auf unseren Körper haben.

Gerade untrainierte Menschen und solche, die eine Gewichtsreduktion anstreben, überfordern häufig Bänder und Gelenke mit unausgewogenen Bewegungsabläufen.

Rund 140 Gelenke verleihen unserem Körper seine Beweglichkeit. Da sind die kleinen, im Stillen arbeitenden, wie das Endgelenk des kleinen Zehs, oder auch die vielbeachteten, wie Hüft- oder Kniegelenk.

Bei Sport und Bewegung lasten – je nach Betätigung – enorme Gewichte auf unseren Gelenken. Trainierte Menschen können das meist und weitgehend über eine stabilisierende Muskulatur ausgleichen. Für Sport-Anfänger ist allerdings Vorsicht geboten. Schnell kann es zu Überlastungen und sogar Verletzungen kommen, wenn Muskeln und Gelenke überbeansprucht werden.

Gerade für schwerere Menschen ist es somit wichtig, eine Bewegungsform zu finden, die möglichst gelenkschonend durchzuführen ist und dabei trotzdem Spaß macht und den gewünschten Trainingseffekt erzielt.

Bewegung im Wasser ist hier ganz klar der Alleskönner. Die Schwerkraft des eigenen Gewichts ist im Wasser reduziert, so dass Sie sich beim Sport um Stöße und Stauchung der Gelenke quasi keine Sorgen machen müssen. Wem andauerndes Bahnen-Schwimmen zu langweilig ist, der kann sich an Sportarten wie Aqua-Jogging, Aqua-Dance, Wassergymnastik oder Wasserball versuchen. Viele Bäder bieten neue und experimentelle Kurse im Wasser an.

Auch der Crosstrainer, der zur Grundausstattung jedes Fitnessstudios gehört, verhindert eine Gelenküberlastung. Bei einer gleichmäßigen Beanspruchung verschiedener Körperregionen entfallen die Stöße auf Ferse und Sprunggelenke, die wir vom Laufen kennen.

Auch Radfahren ist im Prinzip stoßarm und somit gelenkschonend. Allerdings sollten sich Menschen, die bereits Probleme mit den Kniegelenken haben, vor zu starker Belastung vorsehen.

Walking und Joggen sind wunderbare Ausdauersportarten, die für Untrainierte allerdings nicht ganz unproblematisch sein können. Die Belastung der Fersen- und Sprunggelenke sowie gegebenenfalls der Hüfte ist erhöht. Lassen Sie es also gerade zu Beginn langsam angehen und steigern Sie das Trainingspensum vorsichtig. Auch eine korrekte Körperhaltung und ein richtiger Bewegungsablauf beim Gehen oder Laufen beeinflussen die Gelenkbelastung wesentlich. Eine aufrechte Körperhaltung mit nur leichter Beugung des Oberkörpers nach vorne sowie ein gleichmäßiger Laufstil, der ein sauberes Abrollen der Füße von der Ferse bis zum Ballen beinhaltet, können mögliche Gelenkprobleme minimieren.

Ein regelmäßiges, nicht übertriebenes und ausgewogenes Training ist die beste Voraussetzung, lange fit zu bleiben und Sportarten bis ins Alter verletzungsarm ausüben zu können.

So investieren Sie sicher und mit Spaß in Ihre Zukunft.

Wärme oder Kälte – was hilft bei welchem Schmerz?

Bei Schmerzen muss nicht immer gleich der Medikamentenschrank geöffnet werden. Häufig helfen mechanische oder physikalische Maßnahmen, um dem Betroffenen Entspannung und Linderung zu verschaffen.

Wärme- und Kälteanwendungen können akuten Störungen im Körper entgegenwirken. Allerdings kann der falsche Einsatz die Schmerzen auch verstärken.

Die einfachste und gleichzeitig wichtigste Grundregel lautet: Tun Sie nur das, was Sie als angenehm empfinden. Wenn Sie Wärme oder Kälte als störend oder gar zusätzlich schmerzhaft empfinden, sollten Sie die Behandlung abbrechen.

Auf Basis dieser wichtigen Voraussetzung greift eine weitere Regel: Kälte hilft bei akuten Schmerzen und Entzündungen, Wärme ist sinnvoll bei chronischen oder internistischen Schmerzen.

Sportverletzungen wie Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen sollten möglichst schnell gekühlt werden. Das verhindert häufig ein stärkeres Anschwellen des betroffenen Bereichs. Auch bei akuten Wärmereaktionen des Körpers, zum Beispiel auf Insektenstiche, hilft Kälte.

Gekühlt werden kann mit fließendem Wasser, Eiswürfeln, Kühlkompressen oder einem Eisspray. Kühlkompressen sollten nicht direkt aus der Kühltruhe auf die Haut gelegt werden, sonst kann es vor allem an Gelenken zu Unterkühlungen kommen. Besser ist es, wenn ein dünnes Tuch die Haut vor der Kälte schützt.

Wird zu stark gekühlt und die Kompresse anschließend entfernt, steigt die Durchblutung stark an und der Schmerz nimmt zu. Die Temperatur sollte also moderat und gut erträglich sein. Wenn die Funktion des Gelenks länger als drei Tage deutlich eingeschränkt bleibt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wärme hilft gegen Verspannungen und krampfartige Zustände. Muskelverspannungen zum Beispiel lassen sich gut durch Wärmeeinfluss lösen, denn aufgrund der verbesserten Durchblutung wird das Gewebe besser mit Nährstoffen versorgt und Abfallprodukte des Stoffwechsels werden schneller abtransportiert.

Auch bei Schmerzen der inneren Gefäße wie Magenkrämpfe oder Menstruationsbeschwerden kann Wärme sehr wohltuend wirken. Gefäßerweiternde Salben oder Pflaster spenden Wärme, ohne die Bewegungsfähigkeit einzuschränken.

Zur Linderung von Entzündungen oder Fieberschmerzen sollte Wärme nicht eingesetzt werden, allerdings wird sie dann in der Regel auch als unangenehm empfunden.

Bei bekannten Problemen mit den Venen oder Durchblutungsstörungen sollte vor Wärme- oder Kältebehandlungen ein Arzt konsultiert werden.

Bei akuten Kopfschmerzen gibt es keine Regel außer dem Wohlfühlfaktor. Je nach Ursache und Schmerzregion können Wärme oder Kälte wahre Wunder wirken. Achten Sie hierbei genau auf Ihre Bedürfnisse und das körperliche Empfinden.

Nackenverspannung – Durchbrechen Sie den Teufelskreis!

Einmal da, werden sie schnell immer schlimmer. Nackenschmerzen setzen häufig einen Teufelskreis aus Schmerz und Verspannung in Gang, der für viele Betroffene zur echten Qual werden kann.

Am besten versucht man frühzeitig entgegenzuwirken, nämlich bereits dann, wenn sich die ersten Anzeichen einer Verspannung zeigen.

Und das ist meist morgens beim Aufstehen der Fall. Plötzlich, nach einer falschen Bewegung, lässt sich der Kopf nicht – oder nur unter großen Schmerzen – drehen. Meist ist es in eine Richtung schlimmer als in die andere. Es zieht und sticht, manchmal so sehr, dass ein normaler Tagesablauf gar nicht richtig stattfinden kann. Wir nehmen eine Schonhaltung ein, schief und krumm, so dass nach kurzer Zeit der Rest des Körpers auch noch wehtut. Und schon dreht er sich, der Teufelskreis.

Wenn möglich, steuern Sie gleich nach dem Bemerken des ersten Ziehens der Nackenverspannung entgegen. Ein paar Minuten unter dem heißen Duschstrahl, ein konsequentes drei Mal 30-sekündiges Dehnen und eine Massage mit einem muskelentspannenden Gel – das kann schon eine deutliche Verbesserung bewirken.

Allerdings sind die ersten Anzeichen – also wahrnehmbare Schmerzen – einer Nackenverspannung nicht der Beginn des Teufelskreises. Der setzt sich meist schon viel früher in Gang. Selten ist wirklich eine ungünstige Schlafposition in der Nacht dafür verantwortlich, dass der Schmerz am Morgen auftaucht. Vielmehr sorgt die Entspannung der stützenden Muskulatur in der Nacht dafür, dass bereits verspannte Muskeln in ihrer Verspannung quasi zusammensinken und sich diese manifestiert.

Ein gute Nachricht: Organische Probleme, wie etwa der Verschleiß an Bandscheiben, Sehnen und Gelenken, spielen meist nur eine geringe Rolle. Die Nackenverspannung entsteht eher durch dauerhafte Fehlbelastung der umliegenden Muskulatur, zum Beispiel durch krummes Sitzen, eine Fehlhaltung oder falschen Sport.

Nackenschmerzen können aber auch ein Anzeichen für eine ganze Ansammlung von Ursachen und Problemen sein: seelische Belastung, eine verkrampfte Körperhaltung, angezogene Schultern, ein gebeugter Gang und Stand.

Die Prävention von Nackenverspannungen und dem häufig folgenden Teufelskreis beginnt also symptomfrei.

Ein bewusstes Leben mit ausreichend Zeit zum Durchatmen und Entspannen – das klingt gar nicht aufwendig, ist aber leider heute für Viele gar nicht so leicht zu realisieren. Die Achtsamkeit für den eigenen Körper, die seelische Ausgeglichenheit und ein stabiles soziales Umfeld helfen die innere Anspannung zu mindern und gelassener durch den Tag zu kommen.

Machen Sie sich zusätzlich mehrmals am Tag Ihre Körperhaltung bewusst. Sitzen, gehen und stehen Sie möglichst aufrecht und mit entspannten Schultern, tragen Sie Lasten möglichst gleichmäßig auf beide Körperseiten verteilt, atmen Sie öfter mal tief durch und machen Sie während der Schreibtischarbeit Bewegungspausen.

So können Sie frühzeitig das Risiko von dauerhaften Verspannungen mindern.

Das tut mir gut – Hören Sie sich zu!

Manchmal muss man einfach mal den inneren Schweinehund überwinden und das erledigen, wonach einem vielleicht nicht gerade der Sinn steht. Das ist tapfer, erwachsen und oft auch gar nicht anders möglich.

Allerdings sollten wir nicht verlernen, auch unserer Intuition zu folgen, denn im Grunde wissen wir ganz gut, was gerade passt und was nicht, wenn wir in uns hineinhören und ehrlich zu uns selber sind.

Unsere innere Stimme wird heute allzu oft vom Lärm des Alltags übertönt. Die Dinge sind logisch, strukturiert oder eben einfach so, wie sie sind. Für die innere Stimme bleibt da häufig kein Zuhörer.

Kinder haben meist noch ein wacheres Verständnis für die eigenen fundamentalen Bedürfnisse. Müdigkeit, Hunger, Traurigkeit, Bewegungsdrang – bei Kindern erleben wir diese Zustände vergleichsweise ungefiltert. Und in der Regel folgt auch recht unmittelbar die Erfüllung des Bedürfnisses – oder zumindest deren Einforderung.

Wir Erwachsenen hingegen haben gelernt, uns zu kontrollieren. Wir essen, bis der Teller leer ist, nicht, bis wir satt sind. Wir reißen uns zusammen, wenn wir müde sind – so lange, bis es Zeit ist, ins Bett zu gehen. So manches Mal verkneifen wir uns die Tränen aus Scham oder Stolz.

Diese Verhaltensmuster verinnerlichen wir teilweise so stark, dass die Möglichkeit einer intuitiven Reaktion – also das Folgen der inneren Stimme – in unserem Handlungskatalog gar nicht mehr zur Verfügung steht.

Natürlich können wir nicht immer und überall das tun, wonach uns gerade ist. Erwachsenes Verhalten und Handeln zeichnet sich eben gerade dadurch aus, dass man selbstreguliert entscheidet und sich und seine Impulse kontrollieren kann.

Es gibt allerdings Bereiche, in denen wir uns unsere innere Stimme problemlos zurückerobern können.

Wenn Sie abends um acht Uhr erledigt auf dem Sofa liegen, können Sie dem Schlafbedürfnis doch einfach nachgeben und zwei Stunden früher ins Bett gehen als gewöhnlich. Vielleicht gelingt es, durch die Ruhe eine nahende Erkältung abzuwehren.

Wenn Sie vor dem Unterzeichnen des Mietvertrags ein komisches Gefühl haben, dann prüfen Sie doch im Geiste noch einmal die möglichen Alternativen.

Allgemein gesagt: Wenn man bei feststehenden Planungen vor der Umsetzung ins Wanken kommt, gibt es meist einen triftigen Grund dafür. Man muss nur bereit sein, die innere Stimme mit sich selbst darüber reden zu lassen.

Die innere Stimme soll keine Ausrede dafür sein, sich nicht an Vereinbarungen zu halten oder jegliche Konvention und Regulation für die eigenen Befindlichkeiten über Bord zu werfen. Aber sie kann eine Art innerer Kompass sein, der uns aufzeigt, ob unser Alltag mit unseren Bedürfnissen im Großen und Ganzen im Einklang ist. Denn Effektivität ist nicht gleich Zufriedenheit.

Und hierfür lohnt es sich doch, hinzuhören.

Kopfschmerzen sanft lindern – immer einen Versuch wert

februar17kopfschmerzenWenn es im Kopf dröhnt und hämmert, legt uns das häufig völlig lahm. Das Denken, die körperliche Aktivität und der ganze Alltag sind ausgebremst durch den Schmerz, der sich einfach nicht ignorieren lässt. Schnell ist der Griff zum bewährten Schmerzmittel getan, das zuverlässige Abhilfe verspricht.

Die gängigen Wirkstoffe Ibuprofen, Diclofenac und Acetylsalicylsäure (ASS) gehören zu den nichtsteroidalen Antirheumatika und haben bei recht unterschiedlichen Wirkweisen die Gemeinsamkeit, dass sie Schmerzrezeptoren unempfindlich machen und das Schmerzempfinden so senken. Neben der schmerzsenkenden Wirkung haben viele der frei verkäuflichen Schmerzmittel auch eine entzündungshemmende Eigenschaft. Allerdings ist keines der Präparate frei von möglichen unerwünschten Nebenwirkungen. Selten wird außerdem die Ursache des Schmerzes mitbehandelt.

Auch deshalb sollte der Einsatz von sanften Behandlungsmethoden zumindest in Erwägung gezogen werden – gerade dann, wenn die Kopfschmerzen häufiger auftreten. Wir Vitametiker gehen grundsätzlich davon aus, dass der Schmerz ein ernstzunehmendes Signal des Körpers ist, mit dem auf körperliche Ungleichgewichte hingewiesen werden soll. Wenn es gerade nicht anders geht, ist der Wunsch nach schneller Linderung natürlich nachvollziehbar. Langfristig mehr Sinn macht allerdings die Ursachenforschung, die am besten gemeinsam mit einem Arzt oder Heilpraktiker vorgenommen werden sollte.

Häufig hilft gegen akuten Kopfschmerz erst einmal ganz einfach das Naheliegendste, auch wenn gerade das häufig schwierig zu realisieren ist: Ruhe.

Wenn möglich, ziehen Sie sich in eine ruhige, abgedunkelte Umgebung zurück und schließen Sie für eine Weile die Augen. Die eintretende Entspannung kann häufig bereits kleine Wunder vollbringen.

Ein weiteres – oft vernachlässigtes – Mittel gegen Kopfschmerzen ist ausreichendes Trinken. Wenn im Gehirn Flüssigkeitsmangel herrscht, wird das mit Kopfschmerz zurückgemeldet.

Auch körperliche Verspannungen werden häufig über Kopfschmerzen signalisiert. Wenn Nervenbahnen durch muskuläre Blockaden nicht mehr ungehindert als neuronale Transportwege genutzt werden können, bleibt der Schaltzentrale des Körpers, dem Gehirn, häufig nur das Schmerzsignal, um auf gestörte Abläufe hinzuweisen.

Neben Ruhe und aktiver Entspannung kann auch der Einsatz pflanzlicher Präparate gegen akuten Kopfschmerz helfen. Die aus Südafrika stammende Teufelskralle wird zur Behandlung von Gelenkschmerzen wie Arthritis oder Rheuma eingesetzt.

Der aus Asien stammende Ingwer ist hierzulande ein mittlerweile populäres Gewürz und hilft nachweislich bei Magenproblemen, Migräne und erkältungsbedingten Kopfschmerzen.

Arnika lindert Muskelschmerzen und beschleunigt die Heilung oberflächlicher Verletzungen.

Auch homöopathische Mittel können dem Körper Impulse zur Selbstheilung geben und so schmerzlindernd wirken.

Lassen Sie anhaltende Kopfschmerzen in jedem Fall medizinisch abklären, da sie Hinweise auf ernste Erkrankungen sein können.

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