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Karussell im Kopf – Schwindel kann viele Ursachen haben

Ein Schwindelgefühl kann für Betroffene äußerst beängstigend oder belastend sein – besonders dann, wenn es länger andauert oder wiederkehrend ist.

Schwindel löst Desorientierung und Unsicherheit aus. Dabei ist der Schwindel keine Krankheit, sondern „nur“ ein Symptom.

 

Welche Ursache zugrunde liegt und den Schwindel auslöst, ist häufig nicht einfach zu ermitteln. Die vielfältigen Ursachen erfordern außerdem sehr unterschiedliche Therapien. Für die Betroffenen ist der Weg bis zur Linderung häufig mit langem Warten und Ausprobieren, Frustration und Rückschlägen verbunden.

 

Wir wissen, der schwindelfreie – und somit normale – Zustand ist das Gleichgewicht. Dieses wird über das Gleichgewichtsorgan im Ohr gesteuert. Es besteht aus drei mit Flüssigkeit gefüllten Bogengängen, in denen sich Sinneszellen befinden. Bei jeder Bewegung werden die Zellen aktiviert und liefern Informationen an das Gehirn. Dort findet ein Abgleich mit Informationen der Augen, der Stellung von Gelenken und der Muskulatur statt. Das Gehirn berechnet daraus die Position des Körpers im Raum. Passen zwei oder mehrere Informationen nicht zueinander, entsteht möglicherweise Schwindel.

 

Während der zentrale Schwindel durch Störungen oder Schädigungen des Gehirns entsteht, zum Beispiel durch einen Schlaganfall, geht der periphere Schwindel vom Gleichgewichtsorgan und/oder vom Gleichgewichtsnerv aus. Eine Form ist der Lagerungsschwindel, von dem bis zu 2,5 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Auslöser für den Lagerungsschwindel sind häufig

– Spontanes Aufrichten

– Bücken

– Hochschauen

– Hinlegen

 

Schwindel kann auch als Begleiterscheinung von Angsterkrankungen oder Stress und Verspannungen auftreten. Die Behandlung dieser Schwindelform erfordert viel Fingerspitzengefühl. Wichtig ist vor allem, Stress und Ängste abzubauen und den Betroffenen so vor dem Weg in noch tiefere Ängste zu bewahren. Denn nicht selten entwickeln Menschen mit spontanen Schwindelattacken ein angstausgelöstes Vermeidungsverhalten. Aus Angst vor Stürzen und einer allgemeinen Bewegungsunsicherheit trauen sie sich kaum noch aus dem Haus oder verspannen sich so sehr, dass weitere körperliche und psychische Probleme als Folge auftreten.

 

Wenn schwere körperliche Erkrankungen als Ursache des Schwindels ausgeschlossen wurden, hilft ein möglichst entspannter Umgang, Angst und Unsicherheit zu bewältigen, was das Auftreten der Schwindelattacken somit auch verringern kann.

 

Die vitametische Behandlung kann zur Entspannung beitragen und die Regulationsfähigkeit des Körpers unterstützen.

Gerne steht Ihnen eine spezialisierte Praxis in Ihrer Nähe für ein abklärendes Gespräch zur Verfügung.

Entspannung im Urlaub – Abstand vom Alltag gewinnen

Mit Beginn der Sommerferien freuen sich die meisten von uns auf den verdienten Jahresurlaub.

Für Familien geht es mit Kind und Kegel in den Urlaub. Befragt man die Reiselustigen nach ihren Motiven und Erwartungen, so steht häufig der wörtliche Abstand zum Alltag im Vordergrund. Man benötigt einen Tapetenwechsel, macht Augenurlaub oder möchte etwas Neues erleben und kennenlernen.

Damit dieser Vorsatz auch gelingt, möchten wir Ihnen einige Tipps mit auf die Urlaubsreise geben.

 

Es ist grundsätzlich sinnvoll, mindestens zwei, besser drei Wochen am Stück Urlaub zu nehmen. Denn wir brauchen ungefähr drei oder vier Tage, um den Alltag überhaupt loslassen zu können. Sie können das einfach an sich selbst überprüfen. An einem Wochenende allein schaltet unser Biorhythmus noch nicht komplett auf Entspannung um. Unsere innere Uhr meldet uns die gewohnten Aufstehzeiten und fordert den üblichen Tagesablauf ein. Auch wenn Sie kein Langschläfer sind, stellt sich der Organismus auf einen Arbeitstag ein. Und der ist häufig von Stress und Anspannung geprägt.

Wenn Sie also eine Woche Urlaub nehmen, bleiben Ihnen sozusagen nur zwei Tage „echter“ Erholung, und das ist recht wenig.

 

Wenn Sie gerne viel an unterschiedliche Ziele reisen und unabhängig von den Schulferien sind, ist natürlich auch eine Option, die Urlaubswochen recht gleichmäßig über das Jahr zu verteilen. So bleiben die (Stress-)Zeiten zwischen den eingerichteten Urlauben relativ kurz.

 

Durch die Ausschüttung von Stresshormonen werden im Körper verschiedene physiologische Reaktionen eingeleitet. Diese machen uns zunächst einmal leistungsfähiger. Da die Energieressourcen des menschlichen Körpers nicht unendlich sind, werden aber andere Funktionen zurückgestellt. Zum Beispiel werden die Magen-Darm-Aktivität und das Immunsystem heruntergefahren.

Auch die kognitive Ebene, also die Wahrnehmung und Reizverarbeitung von außen, verändert sich durch den Abstand zum Alltag. Wir sind tagtäglich in gedankliche Strukturen verwickelt, die uns dazu bewegen, viele unserer Erlebnisse vor dem Hintergrund unserer Arbeitswelt zu bewerten. Im Urlaub kann man davon Abstand gewinnen. Davon profitieren spürbar die Kreativität und die allgemeine Gelassenheit.

 

Es empfiehlt sich grundsätzlich, keine Arbeit mit in den Urlaub zu nehmen, auch wenn die Beschäftigung „nur mal kurz“ und „zwischendurch“ stattfindet. Echte Distanz kann man eben nur durch echte Distanz aufbauen.

 

Ob Sie nun einen sportlichen Aktivurlaub wählen, der Sie körperlich fordert, oder am Strand von morgens bis abends die Seele baumeln lassen, liegt ausschließlich in Ihrer persönlichen Vorliebe. Wichtig ist: Machen Sie einfach einmal das, was Ihnen guttut und am besten gefällt.

 

Wir wünschen Ihnen eine erholsame Zeit!

Ab jetzt wird alles anders – Der Sinn guter Vorsätze

Wenn ein neues Jahr beginnt, steigen bei vielen Motivation und Änderungswillen sprunghaft an. Mehr Sport, mehr Schlaf, dafür weniger Stress und Fast Food. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Die guten Vorsätze fürs neue Jahr sind ein Brauch mit langer Tradition. Im Ursprung gehen sie wahrscheinlich auf altrömische Gepflogenheiten zurück. Der Januar ist benannt nach dem römischen Gott Janus, der mit seinen zwei Gesichtern in die Vergangenheit und in die Zukunft schaut. Der Jahreswechsel wurde als Neuanfang gewertet und bot die Möglichkeit, Dinge zu verbessern oder einfach zu bekräftigen.

Die ranghöchsten Beamten Roms bekräftigten am ersten Januar in einer Resolution ihre Loyalität gegenüber der Republik und legten vor dem Kaiser einen Eid ab. Diese Formalität wurde in einer großen Zeremonie begangen und mit einer öffentlichen Parade gefeiert. Bürger aller Schichten übernahmen den Brauch der hohen Staatsdiener und wandten ihn auf ihre jeweiligen Lebensumstände an. Man schwor einander im Namen von Janus Treue und Freundschaft und reflektierte Geschehenes. Mehr und mehr entwickelte sich hieraus die Idee, Dinge besser machen zu wollen. Die guten Vorsätze waren geboren.

Bei den heutigen guten Vorsätzen geht es weniger um die Loyalität gegenüber der Obrigkeit, sondern vielmehr um die ganz persönlichen Baustellen. In Umfragen wurden die am häufigsten genannten guten Vorsätze ermittelt:

  • abnehmen / mehr Sport machen
  • mit dem Rauchen aufhören / weniger Alkohol trinken
  • das Leben genießen
  • mehr Kontakt zur Familie

Doch warum benötigen wir ein Datum, um Dinge in Angriff zu nehmen, die wir offensichtlich für veränderungswürdig halten?

Wie so häufig liegen die Gründe irgendwo zwischen Alltag, Trägheit und Gewohnheit.

Wenn keine außergewöhnlichen und einschneidenden Vorfälle unsere eingespielten Abläufe erschüttern, bleibt eben alles so, wie es ist. Es scheint ja auch irgendwie zu funktionieren.

Außer man schafft sich selber einen Punkt, an dem die Reflexion und die Bewertung der eigenen Lebensumstände fällig werden – wie wir es zu Silvester beziehungsweise Neujahr tun.

Aber wie sieht es mit dem Einhalten und Umsetzen der guten Vorsätze aus? Viele Menschen scheitern, oder besser gesagt, ziehen das Vorgenommene nicht dauerhaft durch.

Wahrscheinlich waren die Vorsätze dann auch nicht aus voller Überzeugung zustande gekommen. Auch ist der tiefe Mittwinter vielleicht nicht der motivierendste Zeitpunkt für große Veränderungen.

Andererseits – müssen es denn überhaupt die großen Veränderungen sein? Für den Erfolg guter Vorsätze eignen sich vielmehr kleine, aber dafür konkrete Schritte. Aus „mehr Sport“ wird also besser „zweimal in der Woche 30 Minuten Walken“, oder aus „Abnehmen“ wird „nur noch eine Handvoll Süßes pro Tag“ oder „zwei Veggie-Days pro Woche“.

Wenn gute Vorsätze ein Bewusstsein für die eigene Lage schaffen und zum Verändern und Verbessern anregen, dann sind sie wirklich gut.

Wenn sie dagegen nur weiteren Druck aufbauen und zu noch mehr persönlicher Optimierung drängen, dann haben sie für unseren Alltag wenig Sinn.

Unser Vorsatz für Ihr neues Jahr: Entspannen und sich Gutes tun!

Kopfschmerzen – Ein Name, viele Ursachen

Jeder hat schon einmal Kopfschmerzen gehabt. Sei es nach zu viel Sonne, zu wenig Schlaf oder im Rahmen einer Erkältung. Es gibt hämmernde, pochende, ziehende und drückende Kopfschmerzen.

Die Ursachen und die Symptome sind so vielfältig, dass der Sammelbegriff „Kopfschmerzen“ den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Problems kaum gerecht wird.

 

Es werden bis zu 200 Formen von Kopfschmerz unterschieden. Die symptomlindernde Einnahme eines Schmerzmittels ist hier nicht immer die beste Lösung.

 

Klar: Wenn der Kopf wegen eines starken Schnupfens dröhnt, die Ursache des Kopfschmerzes also klar einzuordnen ist und voraussichtlich in relativ kurzer Zeit wieder verschwunden sein wird, ist die Einnahme eines Schmerzmittels eine zielführende symptombekämpfende Maßnahme. Bei manchen Kopfschmerzen kann man den Auslöser – wenn er denn bekannt ist – auch einfach ausschließen, wie zum Beispiel bei Unverträglichkeiten oder Allergien.

 

Es gibt jedoch auch hartnäckigere und sogar chronische Formen von Kopfschmerzen, die die betroffenen Patienten nahezu in die Verzweiflung treiben können. Etwa 54 Millionen Menschen in Deutschland leiden beispielsweise an Migräne, einer besonders intensiven Form, deren Ursachen bis heute noch nicht ganz geklärt sind.

 

Gerade bei Kopfschmerzen, die nicht in Zusammenhang mit einem klar benennbaren Auslöser auftreten, ist es wichtig, bestimmte Differenzierungen vorzunehmen, um die Ursache des Schmerzes zu ergründen. Dabei sollten die Häufigkeit, die Schmerzlokation am Kopf, die Dauer, die Art des Schmerzes und mögliche Begleitsymptome wie Übelkeit oder Sehstörungen berücksichtigt werden.

 

Relativ häufig treten Kopfschmerzen im Zusammenhang mit Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen oder Zahn- und Kieferproblemen auf. Bei plötzlich veränderter Schmerzsymptomatik oder schweren Begleitsymptomen sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden, um bestimmte körperliche Erkrankungen auszuschließen beziehungsweise zu erkennen.

 

Nicht selten werden Kopfschmerzen auch durch körperliche und/oder psychische Überlastung ausgelöst. Andauernder Stress und körperliche Anspannung lassen die Muskeln verkrampfen. Das kann sich wiederum störend auf das Nervensystem auswirken.

Gerade Verspannungen im Nackenbereich werden von den Nerven häufig als Kopfschmerz gemeldet.

Wer sich großem psychischem Druck oder längeren Stressphasen ausgesetzt fühlt, zieht häufig die Stirn in Falten oder spannt die Schultern in typischer Haltung nach oben gezogen an. Auch solche Fehlhaltungen können Kopfschmerzen auslösen, die im schlimmsten Fall einen chronischen Verlauf nehmen.

 

Sorgen Sie für ausreichend Entspannungsphasen und Wohlfühlmomente und achten Sie auf die Signale Ihres Körpers. Die Vitametik will Sie hierbei unterstützen.

Im Trüben fischen – Der Umgang mit depressiven Stimmungslagen

Wir alle kennen diese Tage, an denen nichts gelingen will. Wir hängen schlechten Gedanken nach, trauen uns nicht viel zu, und irgendwie wirken alle Menschen um uns herum abweisend.

Am nächsten Tag sind die Wolken abgezogen und alles läuft wieder wie am Schnürchen. Wir versprühen Charme, das gesetzte Tagesziel ist schnell erreicht, und abends geht’s noch mit Freunden ins Restaurant.

Ganz normal. Das sind die Höhen und Tiefen des Lebens.

Wenn die Durststrecke allerdings nicht enden will und aus dem schlechten Tag schlechte Wochen oder gar Monate werden, kann es sein, dass das vorübergehende Stimmungstief Züge einer Depression annimmt. Spätestens dann ist Hilfe geboten. Und da kann jeder für sich selbst viel tun.

Wichtig ist erst einmal eine reflektierte und ehrliche Selbsteinschätzung. Gibt es einen konkreten Grund für die getrübte Stimmung? Unzufriedenheit im Job, ein Verlust, Beziehungsprobleme oder Zukunftsängste sind häufige Gründe für anhaltende unterschwellige Verstimmungen. Wenn es uns gelingt, diese Auslöser aufzudecken und zu benennen, ist das bereits der halbe Weg zur Lösung des Problems.

Besonders anfällig für depressive Verstimmungen sind Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Einschneidende Lebensveränderungen, Krankheiten, Medikamente beeinflussen in vielfältiger Weise das Gemüt.

Die lichtarmen Herbst- und Wintermonate lösen bei vielen Betroffenen eine sogenannte Winterdepression aus. Wer darunter leidet, ist nicht immer unbedingt niedergeschlagen und traurig, sondern vor allem müde, abgeschlagen und lustlos. Typisch sind dann auch Heißhungerattacken nach süßen, kalorienreichen Speisen.

Wenn psychische Probleme beiseite geschoben und nicht bearbeitet werden, kann sich die negative Grundstimmung verfestigen.

Körperliche Begleitsymptome wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen werden durch die innere Unausgeglichenheit begünstigt und sind nicht selten. Weitere Beschwerden sind Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden.

Manchmal äußern sich depressive Verstimmungen auch in erhöhter Nervosität und Gereiztheit. Konzentrationsstörungen und Leistungsabfall sind ebenfalls sehr oft Teil einer depressiven Verstimmung.

Eine Depression beeinflusst also das gesamte körperliche und seelische Befinden erheblich. Darunter kann auch die Arbeitsfähigkeit leiden. Hierdurch wird unter Umständen ein weiterer Negativkreislauf in Gang gesetzt.

Bewusste Entspannung und das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun, können wesentlich zum psychischen Wohlbefinden beitragen.

Entspannt in den Urlaub – Entspannt aus dem Urlaub

Wenn die schönste Zeit des Jahres bevorsteht, bedeutet das für viele nicht nur Vorfreude. Häufig können der Stress und die Anspannung des Alltags nicht mit dem Abschließen der Haustüre in der Heimat zurückbleiben, sondern gefährden die nachhaltige Erholung beim Tapetenwechsel.

Um den wohlverdienten Urlaub in vollen Zügen genießen zu können, sollten Sie die Vorbereitungen langfristig anlegen. Wenn Sie mit dem Gefühl aufbrechen, Dinge nicht erledigt zu haben, ist das keine gute Voraussetzung für eine schöne Zeit. Auch die vorbereitende Gewöhnung an körperliche Aktivität, die Sonne oder das Erlernen von ein paar fremden Sprachbrocken hilft, unnötige Startschwierigkeiten vor Ort gering zu halten.

Es ist immer sinnvoll, vor dem Urlaubsantritt zwei bis drei „Puffertage“ einzuplanen, an denen man im veränderten Tagesrhythmus ankommen kann. Das Immunsystem deutet den Stressabfall in den ersten freien Tagen häufig als Pausensignal. Durch die verringerte Ausschüttung von Stresshormonen kommt es nun viel leichter zu viralen Infekten wie Erkältungen. Diese Phase sollten Sie nicht zeitgleich mit einer ohnehin meist etwas stressigen Anreise erleben.

Ein Urlaub ist immer dann ein besonderer Gegenreiz zum Alltag, wenn er sich möglichst stark vom Gewohnten abhebt. Sowohl die Umgebung als auch das Angebot an Aktivitäten sollte sich – abgestimmt auf Ihre Interessen – deutlich von zuhause unterscheiden. Das gibt nachgewiesenermaßen die Möglichkeit, auch nach Urlaubsende länger von dem Erlebten zu zehren.

Im Urlaub sollte die Arbeit keinen Platz finden. Das bedeutet, dass das Firmentelefon abgeschaltet bleibt und die E-Mails nicht abgerufen werden. Auch wenn es schwierig erscheint, ist diese Distanz enorm wichtig. Kreisen die Gedanken um die altbekannten Themen, ist an Erholung kaum zu denken.

Übertragen Sie das Leistungsdenken, das Ihren Alltag bestimmt, nicht auf den Urlaub. Sie müssen nicht jeden Berg erklimmen und jedes Museum besuchen. Sie dürfen faul sein, Fehler machen und zulassen und müssen sich nicht über jeden langsamen Kellner ärgern. Sie haben Zeit!

Wenn Sie auch nach dem Urlaub noch ein oder zwei Tage zum Ankommen nutzen können, ist der Wiedereinstieg meist leichter. In Ruhe kann Mitgenommenes versorgt werden, und Sie können sich einen Überblick über die Aufgaben der nächsten Tage verschaffen. Es muss auch nicht jeder Kollege und Bekannte wissen, dass Sie bereits wieder im Lande sind.

Wenn der Alltag Sie wiederhat, holen Sie sich Ihren Urlaub ab und zu doch einfach zurück – und wenn es nur ins Gedächtnis ist. Ein paar schöne Fotos, eine Flasche mit Sand oder eine getrocknete Blume lassen Sie vielleicht noch einmal starten – auch wenn es diesmal nur eine Gedankenreise wird.

Schwer zu tragen? – Das verrät unsere Körperhaltung über uns

Ich schleppe so viel mit mir herum! Es liegt eine Last auf meinen Schultern! Ständig muss ich buckeln! Ich gehe bald in die Knie! Du kommst schon wieder auf die Füße! Kopf hoch! Lass Dich nicht runterziehen!

Unsere Bildsprache ist eindeutig, wenn es um den Ausdruck unserer Emotionen geht. Doch ist es unsere Körpersprache auch?

Es gibt zahlreiche Untersuchungen von Psychologen, Medizinern oder Profilern, die sich mit unserer Körpersprache und Körperhaltung auseinandergesetzt haben. In einem sind sich alle einig: Ein geschulter Blick kann aus unserem Verhalten und der physischen Erscheinung viel über unseren Seelenzustand ablesen.

Bereits die Hände geben Aufschluss über Vieles. Reiben, Wischen, Knibbeln und Daumen verstecken spricht für Unruhe und Unsicherheit. Durch Stress werden die Handflächen stärker durchblutet und feucht vom Schweiß. Es ist unser natürliches Bedürfnis, die Hände trocknen zu wollen. Also kommt eine Körpersprache in Gang, die unsere momentane Unruhe verrät.

Plagt uns ein schlechtes Gewissen, wandern die Hände in Richtung Hals. Eine typisch männliche Geste ist dabei das Nackenreiben, während Frauen sich häufig die Kehle bzw. die Linie der Schlüsselbeine betasten.

Spontane Freude zieht uns im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Der Körper spannt sich, der Kopf streckt sich nach oben, Arme und Hände öffnen sich. Bei kleinen Kindern beobachten wir häufig sogar aufgeregtes Hüpfen und den Zehenspitzengang.

Doch nicht nur akute Gefühle, sondern auch eine positive oder negative Grundhaltung oder dauerhafte seelische Probleme zeichnen sich früher oder später an unserer Körperhaltung ab. Nacken- oder Rückenprobleme sind häufig durch langfristigen Stress, Trauer oder Niedergeschlagenheit bedingt. Wenn uns psychische Probleme die Energie rauben, lässt die Körperspannung nach, der Rücken wird rund und der Kopf neigt sich. Das wiederum führt schnell zu Verspannungen und Schmerzen.

Jetzt die gute Nachricht: Unsere Stimmung bedingt nicht nur unsere Körpersprache, sondern wir können auch mit unserer Körpersprache unsere Stimmung beeinflussen. So hilft es depressiven Menschen nachweislich, die Lachmuskeln im Gesicht zu stimulieren. Körperliche Bewegung, Muskelaufbau und ein bewusst aufrechter Gang mit erhobenem Kopf fördern unser Selbstvertrauen und ermöglichen uns sogar ein sichereres Auftreten gegenüber anderen.

Aus der Floskel wird ein echter Lebensrat: Kopf hoch! Wir sollten das wörtlich nehmen, wenn’s mal wieder nicht so richtig läuft.

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