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Tee – warm und wohltuend

november15teeWenn es draußen kalt und ungemütlich ist, zieht man sich gerne in die wohlige Wärme gemütlicher Innenräume zurück. Ein Vergnügen für Körper und Geist ist eine heiße Tasse Tee – duftend, dampfend, durchwärmend. Da genießen alle Sinne.

Wissen wir überhaupt, was wir da genießen? Tee ist Tradition und Kultur. Tee ist ungemein vielfältig. Und Tee kann gesund sein. Wenn man weiß, wie’s geht.

In Europa kennt man Tee erst seit Anfang des 17. Jahrhunderts. Er wurde – übrigens in Form von grünem Tee – von der Niederländischen Ost-Indien-Kompanie aus Asien per Schiff in geringer Menge importiert und startete schnell seinen Siegeszug um die Welt.

Es gibt eine Vielzahl an Sorten, Variationen und Zubereitungsformen. Ganze Kulturen prägt eine bestimmte Art des Teekonsums. Engländer mögen es milchig, Araber meist süß, Japaner herb.

Aus der eigentlichen Teepflanze lassen sich mehrere Teearten herstellen. Die bekanntesten sind hierzulande der Schwarze, der Grüne und der Weiße Tee. Er wird dem Endverbraucher lose, portionsweise oder gepresst zur Weiterverarbeitung angeboten.

Grüner und Schwarzer Tee enthalten Coffein in relativ hoher Konzentration. Da Tee aber im Aufguss extrem stark verdünnt wird, ist die Menge Coffein pro Tasse letztlich recht gering.

Tee enthält darüber hinaus sogenannte Flavonoide, die dafür bekannt sind, antioxidativ zu wirken und so angeblich das Risiko der Entwicklung mancher Krebsarten und von Bluthochdruck zu senken. Diese Wirkung wird durch Zugabe von Zucker oder Milch allerdings quasi aufgehoben.

Tee aus Heilkräutern ist gezielt zur Förderung oder Milderung bestimmter körperlicher und geistiger Zustände einsetzbar. Die wirksamen Bestandteile der genutzten Heilpflanze – meist die Blüten – werden getrocknet und gegebenenfalls portioniert zur Weiterverarbeitung für den Endverbraucher angeboten. Genau genommen sind Kräutertees nur ein „teeähnliches“ Aufgussgetränk, weil der Name „Tee“ dem Aufguss aus der Teepflanze vorbehalten ist.

Einerlei ob Kräutertee oder „echter“ Tee – er tut uns gut. Er hilft uns über so manche Erkältung, er begleitet so manches Gespräch, er ermöglicht so manchem einen guten Start in den Tag und er wärmt uns an kalten Tagen.

Das klingt nach Entspannung. Und die ist uns Vitametikern nun mal wichtig.

Die Kamille – der Tausendsassa unter den Heilkräutern

Die Heilkraft vor der Tür – Natürliche Wirkstoffe und Behandlungsmethoden

Wir alle kennen ihren typischen Duft. Und wir haben sie sicher schon beim Spaziergang am Wegesrand stehen sehen: die Kamille. Der Tausendsassa unter den Heilkräutern liebt die Nähe zu Kornfeldern, ist dort bei Bauern aber nicht gerade beliebt und wird als Unkraut bekämpft. Ursprünglich kommt die Kamille aus Süd- und Osteuropa, ist aber schon lange auch in Mitteleuropa heimisch.

Die Kamille ist anspruchslos, was Boden und Nährstoffe angeht. Die einjährige Pflanze wird 10-50 cm groß und hat einen runden, glatten aufrechten Stängel, der sich stark verzweigt. Die gefiederten Blätter sind grüngelb. Die Blüten sind goldgelbe Röhrenblüten mit hellweißen Zungenblüten. Der Blütenboden wölbt sich stark nach oben, dadurch erhält die Kamillenblüte ihre prägnante Form. Die Kamille erscheint in warmen Gegenden schon ab Ende Mai, sonst eher ab Juni. Im Garten kann man sie an sonniger Stelle problemlos selber anbauen.

Die Kamille dient unserer Gesundheit sowohl als Aufguss zum Trinken oder als Tinktur aus den weiß-gelben Blüten. Bei allen Formen von Atemwegserkrankungen wirkt sie als Tee oder zum Inhalieren entzündungshemmend, reizmildernd und heilungsfördernd. Bei leichten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes hilft Kamillentee – in kleinen Schlucken nicht zu heiß getrunken – beruhigend und krampflösend.

Auf kleinen, oberflächlichen Hautwunden oder zum Beispiel bei Verletzungen der Mundschleimhaut kann die Kamille ebenfalls kleine Wunder bewirken. Als Tinktur, zum Gurgeln oder einfach als ausgelassener Teebeutel entfaltet sie ihre heilende und antiseptische Wirkung. Kamillenöl wird zur Verbesserung des Hautbildes zum Beispiel bei Akne verwendet.

Die Kamille enthält unter anderem ätherische Öle, Flavonoide und Polysaccharide. Den Flavonoiden wird eine gemütsberuhigende Wirkung zugesprochen. So kann die Kamillenblüte, zum Beispiel frisch püriert in einen Fruchtsaft oder Smoothie, angstlösend und entspannend wirken.

Klar abzuraten ist vom Einsatz der Kamille in der Augenregion, denn die feinen Härchen der Kamillenblüten reizen die Augen ganz stark. Daher darf sie bei Augenentzündungen nicht verwendet werden – auch gut durchgesiebt nicht oder als Aufguss aus getrocknetem Tee, weil die feinen Härchen normale Siebe durchdringen.

Tun Sie sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes und genießen Sie ein beruhigendes Kamillenbad oder einen Becher Kamillentee. Das geht auch ganz ohne therapeutischen Hintergrund und einfach, weil es lecker schmeckt!

Heilpflanzen und -kräuter

composition with different spices and herbsDie Heilkraft vor der Tür – Natürliche Wirkstoffe und Behandlungsmethoden

Dagegen ist kein Kraut gewachsen! So sagt es uns die Redewendung, wenn Schlechtes sich hartnäckig hält. Tatsächlich und glücklicherweise ist es so, dass nur gegen sehr wenige Dinge kein Kraut gewachsen ist.

Die Natur hält eine reich gefüllte Apotheke für und gegen unzählige Befindlichkeiten parat. Es ist davon auszugehen, dass wir bei Weitem nicht alle Einsatzmöglichkeiten von Pflanzen als sogenannte Heilpflanzen kennen.

Abgeleitet vom Grundsatz ´Die Menge macht das Gift´ gilt bei Heilpflanzen und -kräutern ebenso ´Die Menge macht den Wirkstoff´. Und da gibt es in der Pflanzenheilkunde unterschiedliche Ansätze. Die Homöopathie beispielsweise basiert auf dem Grundsatz, ein Krankheitssymptom mit der Minimalmenge des Wirkstoffs zu behandeln, der in höherer Dosierung ähnliche Symptome hervorruft.

In der Naturheilkunde ist die Therapie mit Heilpflanzen unter dem Begriff Phytotherapie, also dem Einsatz von pflanzlichen Wirkstoffen, zusammengefasst. Die medizinisch wirksamen Bestandteile der Pflanzen sind in der Regel pharmazeutisch klar definiert, wissenschaftlich getestet und durch Studien belegt. In der Pflanzenheilkunde kommen grundsätzlich nur ganze Pflanzen oder Pflanzenteile wie Blüten, Blätter, Samen, Rinden, Wurzeln, jedoch keine isolierten Einzelstoffe zur Anwendung. Diese in der Pharmazie Drogen genannten Ausgangsstoffe werden frisch oder als Aufguss, Saft, Tinktur, Extrakt, Pulver oder ätherisches Öl therapeutisch angewendet. Phytopharmaka enthalten definierte Mengen der Wirkstoffe und weisen eine gleichbleibende Qualität und Wirksamkeit auf.

Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Bis ins 19. Jahrhundert war sie von der klassischen medizinischen Behandlung gar nicht zu trennen, sondern einer der Hauptbestandteile vor allem des therapeutischen Repertoires. Gletschermann „Ötzi“ trug vor gut 5000 Jahren Birkenporlinge vermutlich als Heilmittel mit sich.

Im Zuge der Industrialisierung begannen die künstlich erzeugten oder bearbeiteten Wirkstoffe ihren Vormarsch in der medizinischen Therapie. Pflanzliche Wirkstoffe traten in den Hintergrund, da die Behandlung als insgesamt langwieriger und weniger erfolgversprechend eingestuft wurde. Seit einigen Jahren ist die sogenannte „sanfte“ pflanzliche Medizin wieder buchstäblich in aller Munde. Schlagworte wie ´Antibiotikaresistenzen´ und erhebliche Nebenwirkungen lassen Pharmaunternehmen, Ärzte und Patienten gleichermaßen nach alternativen Wegen in der Therapie von Krankheiten suchen.

In den kommenden Wochen werden wir verschiedene Heilpflanzen und deren Einsatzgebiete und Wirkweisen vorstellen. Entsprechend dem vitametischen Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ können Sie sich am natürlichen Medikamentenschrank vor Ihrer Tür mit vollen Händen zur Unterstützung Ihres körperlichen und seelischen Wohlbefindens bedienen.

Die Heilkraft vor der Tür – Natürliche Wirkstoffe und Behandlungsmethoden

Kamille, Johanniskraut, Frauenmantel, Pfefferminze...Wahrscheinlich haben Menschen schon zu Urzeiten eine Art Kamillentee zubereitet, wenn sie unter Magenbeschwerden litten. Heilkräuter sind seit Jahrtausenden eine wirksame und sanfte Heilmethode. Griechen und Römer kannten die Heilwirkungen bestimmter Pflanzen schon recht gut und setzten diese gezielt ein. Im Mittelalter studierten Gelehrte in Klöstern ihre Wirkungsweisen.

Mit Anfang des letzten Jahrhunderts wurde das erworbene Wissen aber immer weniger geschätzt und eingesetzt. Die medikamentöse Behandlung mit künstlich erzeugten Präparaten galt lange Zeit als die wirksamere und sicherere Methode der Bekämpfung von Krankheiten.

In den letzten Jahren begann die Entdeckung der Heilkräuter als natürliche Heilmethode dann von Neuem. Multiple Resistenzen gegen Antibiotika, Unverträglichkeiten und starke Nebenwirkungen chemisch erzeugter Medikamente lassen auch die großen Pharmaunternehmen wieder verstärkt nach sanfter Heilung aus der Natur suchen. Alte Hausmittel werden auf ihre Wirkweise hin analysiert und studiert, und Pharmascouts durchkämmen abgelegene Winkel des Planeten auf der Suche nach den Heilpflanzen und -methoden der von der Zivilisation wenig berührten Stämme und Kulturen.

Viele Heilpflanzen gehören heute ganz selbstverständlich in unseren Alltag. Pflanzen, die ursprünglich wichtige Heilkräuter waren, sind heute Genussmittel, wie Tee, Kaffee oder Tabak. Auch Gewürze und Küchenkräuter wie Pfeffer, Zimt und Basilikum oder Nahrungsmittel wie der Apfel und zahlreiche Zitrusfrüchte wurden früher häufig in einem medizinischen Kontext verwendet.

Zu den Wegbereitern der modernen Phytotherapie, wie die Pflanzenheilkunde auch genannt wird, gehören der Schweizer Kräuterpfarrer Johann Künzle (1857–1945) oder der britische Arzt Edward Bach (1886–1936), Begründer der Bach-Blütentherapie. Allen voran bereitete die Benediktiner- Äbtissin und Universalgelehrte Hildegard von Bingen schon in den 1150er-Jahren mit ihren medizinische Abhandlungen den Weg des heutigen Europa in die Pflanzenheilkunde.

Die Naturheilkunde ist ein weites Feld, das in vielen Bereichen der Vitametik sehr nahe steht. Einer der zentralen Gedanken – die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers, sozusagen die Hilfe zur Selbsthilfe – steht auch bei der vitametischen Behandlung im Mittelpunkt. Grund genug für uns, dieses hochinteressante Thema genauer zu betrachten. Freuen Sie sich auf weitere, spannende Informationen zum Thema Natur- und Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Heilkräuter, Wassertherapie und vielem mehr.

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